Wermelskirchen
Artikel vom:
04.11.2008
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Signiertechnik Bornemann im "UPA"
Von Andreas Weber
Mit dem Navi momentan zur Firma Bornemann zu finden ist etwas schwierig. Die Feilenhauerstraße im neuen Unternehmenspark (UPA 1) müssen viele Autofahrer noch ohne Satellitenunterstützung ansteuern.
Für
Geschäftsführer Michael Wisniewski ist dies nicht mehr als ein Wermutstropfen
zu Beginn eines neuen Zeitalters. Der Neubau des Unternehmens für Signiertechnik
steht. Am 1. September erfolgte der Wechsel von Remscheid.
Binnen fünf Monaten wurde der geräumige Flachbau in Ostringhausen
hochgezogen, die Betriebsfläche von 800 auf 2 000 Quadratmeter verdoppelt.
Mit den 20 Mitarbeitern (darunter vier Azubis - zwei Graveure, ein Werkzeugmechaniker,
ein Industriekaufmann) hielten endlich die beiden neuen Fräsmaschinen
für Graviertechnik und den Werkzeugbau Einzug. An der Dicken Eiche im
Remscheider Südbezirk konnten sie nicht gestellt werden.
Dort platzte alles aus den Nähten. Bornemann musste dringend expandieren,
um dem eigenen Wachstum Rechnung zu tragen. "Jetzt sind wir auf dem modernsten
Stand der Technik", freut sich Wisniewski: "Die nächsten zwei, drei Jahre
können wir gut damit leben."
Prognosen darüber hinaus abzugeben fällt dem Chef momentan schwer.
Denn auch die Bornemann GmbH ist an die notleidende Automobilindustrie gekoppelt.
Als Zulieferer für die Zulieferer spürt das Unternehmen zwar zurzeit
noch keine Rezession, kann aber nicht ausschließen, dass 2009 Einschnitte
kommen.
Dabei fühlt sich Bornemann gut aufgestellt. Denn die Auto-Peripherie
ist nur ein Standbein. Kunden sind auch die Werkzeug- und Werbebranche. Die
Anfänge des 1961 von Wisniewskis Schwiegervater gegründeten Betriebes
lagen im Gravieren. Inzwischen sind Fräs- und Erodiertechnik sowie Laserbeschriftung
hinzugekommen.
Bornemanns Produkte nimmt der Endverbraucher nicht wahr. " Jeder hat sie mal
in der Hand, weiß aber nicht, woher sie stammen", meint Ralf Berger,
der kaufmännische Leiter. Die Maschinenstempel, Typenhalter, Klischees
oder Elektroden prägen. Zum Beispiel Radkappen von Mercedes, das VW-Markenzeichen
auf dem Kühlergrill oder Zigarettenschachteln von Davidoff.
Die angenehme Atmosphäre ohne Enge mit Panoramablick durch die Glasfronten über
die Wälder nach Remscheid wirkt sich spürbar auf das Arbeitsklima
aus. Zwar kommt nur einer der Mitarbeiter aus Wermelskirchen, der Rest aber
nimmt die marginal weitere Anfahrt gerne in Kauf. Nur drei Kilometer Luftlinie
liegen zwischen der alten und der neuen Produktionsstätte.
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