Nachrichten aus Wermelskirchen
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erstellt am:  14.03.2008
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Wermelskirchen

Arbeiten mit ,grandiosem Ausblick’

VON UDO TEIFEL
Spatenstich gestern im UPA 1: Mit seinen Mitarbeitern Alexander Gräf, Ralf Berger und Frank Franzke tat Geschäftsführer Michael Wisniewski (vorn 2.v.l.) den ersten Schritt. Mit dabei: Bürgermeister Eric Weik (r.), Heinz Schmitz (hinter Wisniewski), Stefan Grote (2. Reihe v.l.) und Architekt Hans Thelen, im Gespräch mit Wolf-Dietrich Spelsberg (verdeckt).
Spatenstich gestern im UPA 1: Mit seinen Mitarbeitern Alexander Gräf, Ralf Berger und Frank Franzke tat Geschäftsführer Michael Wisniewski (vorn 2.v.l.) den ersten Schritt. Mit dabei: Bürgermeister Eric Weik (r.), Heinz Schmitz (hinter Wisniewski), Stefan Grote (2. Reihe v.l.) und Architekt Hans Thelen, im Gespräch mit Wolf-Dietrich Spelsberg (verdeckt).

Wermelskirchen (RP) Spatenstich der Remscheider Firma Bornemann im UPA 1. Das mittelständische Unternehmen investiert rund 2,5 Millionen Euro. Bis Ende Juli erfolgt der Umzug von Remscheid nach Wermelskirchen. Dank an Stadtverwaltung: „Hier wird man als Kunde ernst genommen.“

Lob gibt es für Bürgermeister Eric Weik in den letzten Tagen wenig. Umso erfreuter war er gestern Nachmittag, als im UPA 1 beim Spatenstich für die neue Firma Bornemann der Geschäftsführer Michael Wisniewski ein Loblied auf die von Weik geführte Verwaltung anstimmte. „Die mit der Ansiedlung verbundenen Gespräche sind zu zügig und problemlos über die Bühne gegangen – das ist kaum so glauben.“ Immer wenn es Fragen gegeben hätte, sei Wirtschaftsförderer Heinz Schmitz „schnell zur Stelle“ gewesen. „Ich habe hier erfahren, dass eine Behörde einen Bürger für voll nimmt. Firmen, die hier etwas bewegen möchten, werden als Kunden ernst genommen.“

Das hörte einer sicherlich überhaupt nicht gern. Remscheids Ex-Baudezernent Helmut Kennepohl. Der nahm auf Fragen der Bergischen Morgenpost gestern keine Stellung, außer: „Ich bin privat hier.“ Unter seiner Amtszeit wanderte nicht nur Bornemann nach Wermelskirchen ab. Weik rieb sich indes schon die Hände. „Vielleicht beschert uns das Durcheinander in Remscheid noch mehr Firmen?“

Gewerbesteuer zurückholen

Rund 2,5 Millionen Euro investiert das mittelständische Unternehmen im UPA 1. Auf einem 5000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine Halle (2000 Quadratmeter) und ein Bürogebäude (250 Quadratmeter), letzteres in Fachwerkbauweise. Ende Juli woll die Firma von Remscheid umziehen. Denn das neue Geschäftsjahr ab 1. August 2008 soll in Wermelskirchen gestartet werden. „Dann können Sie, Herr Bürgermeister, ja die bereits vorausgezahlte Gewerbesteuer an Remscheid zurückfordern.“

Um noch einmal deutlich zu machen, wie schnell etwas gehen könne, berichtete der Geschäftsführer über die Unterstützung beim zügigen Eintrag ins Grundbuch. Normalerweise dauert das vier bis sechs Wochen, dank Intervention – schließlich ging’s um Geld – der Stadt klappte das in zwei Tagen.

Traum erfüllt sich

INFO

Bornemann GmbH

Bornemann GmbH

Die Firma Bornemann GmbH Signiertechnik wurde 1961 gegründet. Das Unternehmen entwickelte sich von der ursprünglich reinen Graviererei immer weiter. Inzwischen hat sich das Unternehmen auf die Bereiche Fräs- und Erodiertechnik, Graviertechnik/Stempelwerkzeuge und auf die industrielle Laserbeschriftung spezialisiert. Gefertigt werden vorwiegend Nischenprodukte, die man im Handel nicht bekommt. Der Maschinenpark wird ab Sommer am neuen Standort um zwei neue erweitert. Bornemann hat 20 Mitarbeiter beschäftigt. Geplant ist die Schaffung von weiteren Arbeits-, aber auch Ausbildungsplätzen.

Mit einem „grandiosen Blick auf Remscheid“ (und damit fast zum Greifen nahe der alte Standort), bemerkte Wisniewski süffisant, beginne ein neuer Abschnitt für das Unternehmen. Er sprach vor Vertretern der Baufirma Dohrmann, der Sparkasse Remscheid und des Architekten seinen Dank an sein Team aus, dass bereit sei, hier etwas Neues zu beginnen. Für ihn selbst ginge ein „Traum in Erfüllung“, dass er diesen Schritt machen dürfe. „So etwas ist nicht selbstverständlich. Das sei Glück und Fügung.“ Entsprechend gab’s auch im Beisein der Belegschaft eine kleine Feierstunde an der künftigen Wirkungsstätte.

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