Spatenstich gestern im UPA 1: Mit seinen
Mitarbeitern Alexander Gräf, Ralf Berger und Frank Franzke tat
Geschäftsführer Michael Wisniewski (vorn 2.v.l.) den ersten Schritt.
Mit dabei: Bürgermeister Eric Weik (r.), Heinz Schmitz (hinter
Wisniewski), Stefan Grote (2. Reihe v.l.) und Architekt Hans Thelen, im
Gespräch mit Wolf-Dietrich Spelsberg (verdeckt).
Wermelskirchen (RP) Spatenstich
der Remscheider Firma Bornemann im UPA 1. Das mittelständische
Unternehmen investiert rund 2,5 Millionen Euro. Bis Ende Juli erfolgt
der Umzug von Remscheid nach Wermelskirchen. Dank an Stadtverwaltung:
„Hier wird man als Kunde ernst genommen.“
Lob gibt es für Bürgermeister Eric Weik in den
letzten Tagen wenig. Umso erfreuter war er gestern Nachmittag, als im
UPA 1 beim Spatenstich für die neue Firma Bornemann der Geschäftsführer
Michael Wisniewski ein Loblied auf die von Weik geführte Verwaltung
anstimmte. „Die mit der Ansiedlung verbundenen Gespräche sind zu zügig
und problemlos über die Bühne gegangen – das ist kaum so glauben.“
Immer wenn es Fragen gegeben hätte, sei Wirtschaftsförderer Heinz
Schmitz „schnell zur Stelle“ gewesen. „Ich habe hier erfahren, dass
eine Behörde einen Bürger für voll nimmt. Firmen, die hier etwas
bewegen möchten, werden als Kunden ernst genommen.“
Das hörte einer sicherlich überhaupt nicht gern.
Remscheids Ex-Baudezernent Helmut Kennepohl. Der nahm auf Fragen der
Bergischen Morgenpost gestern keine Stellung, außer: „Ich bin privat
hier.“ Unter seiner Amtszeit wanderte nicht nur Bornemann nach
Wermelskirchen ab. Weik rieb sich indes schon die Hände. „Vielleicht
beschert uns das Durcheinander in Remscheid noch mehr Firmen?“
Gewerbesteuer zurückholen
Rund
2,5 Millionen Euro investiert das mittelständische Unternehmen im UPA
1. Auf einem 5000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine Halle
(2000 Quadratmeter) und ein Bürogebäude (250 Quadratmeter), letzteres
in Fachwerkbauweise. Ende Juli woll die Firma von Remscheid umziehen.
Denn das neue Geschäftsjahr ab 1. August 2008 soll in Wermelskirchen
gestartet werden. „Dann können Sie, Herr Bürgermeister, ja die bereits
vorausgezahlte Gewerbesteuer an Remscheid zurückfordern.“
Um noch einmal deutlich zu machen, wie schnell etwas
gehen könne, berichtete der Geschäftsführer über die Unterstützung beim
zügigen Eintrag ins Grundbuch. Normalerweise dauert das vier bis sechs
Wochen, dank Intervention – schließlich ging’s um Geld – der Stadt
klappte das in zwei Tagen.
Traum erfüllt sich
INFO
Bornemann GmbH
Bornemann GmbH
Die Firma Bornemann GmbH Signiertechnik wurde 1961 gegründet. Das
Unternehmen entwickelte sich von der ursprünglich reinen Graviererei
immer weiter. Inzwischen hat sich das Unternehmen auf die Bereiche
Fräs- und Erodiertechnik, Graviertechnik/Stempelwerkzeuge und auf die
industrielle Laserbeschriftung spezialisiert. Gefertigt werden
vorwiegend Nischenprodukte, die man im Handel nicht bekommt. Der
Maschinenpark wird ab Sommer am neuen Standort um zwei neue erweitert.
Bornemann hat 20 Mitarbeiter beschäftigt. Geplant ist die Schaffung von
weiteren Arbeits-, aber auch Ausbildungsplätzen.
Mit einem „grandiosen Blick auf
Remscheid“ (und damit fast zum Greifen nahe der alte Standort),
bemerkte Wisniewski süffisant, beginne ein neuer Abschnitt für das
Unternehmen. Er sprach vor Vertretern der Baufirma Dohrmann, der
Sparkasse Remscheid und des Architekten seinen Dank an sein Team aus,
dass bereit sei, hier etwas Neues zu beginnen. Für ihn selbst ginge ein
„Traum in Erfüllung“, dass er diesen Schritt machen dürfe. „So etwas
ist nicht selbstverständlich. Das sei Glück und Fügung.“ Entsprechend
gab’s auch im Beisein der Belegschaft eine kleine Feierstunde an der
künftigen Wirkungsstätte.