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erstellt am:  22.09.2007
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Remscheid

Unternehmer hängt in der Luft

VON ALEXANDRA KEMP
Die Bornemann GmbH ist ein Fachbetrieb für Gravier-, Fräs- und Erodiertechnik. Geschäftsführer Michael Wisniewski zeigt die Führungsplatte einer Gangschaltung, in die sein Betrieb das Ferrari-Pferd graviert. Archivfoto: Nico Hertgen
Die Bornemann GmbH ist ein Fachbetrieb für Gravier-, Fräs- und Erodiertechnik. Geschäftsführer Michael Wisniewski zeigt die Führungsplatte einer Gangschaltung, in die sein Betrieb das Ferrari-Pferd graviert. Archivfoto: Nico Hertgen
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(RP) Die Bornemann GmbH möchte ihren Betrieb auf eigenem Grundstück erweitern. Doch entgegen ursprünglicher Zusagen will die Stadtverwaltung offenbar nun ihre Genehmigung verweigern.

Das Ziel ist eigentlich ganz nah. Die Bornemann GmbH will expandieren. Dem Firmensitz direkt gegenüber liegt ein Grundstück, das für diese Zwecke gut geeignet wäre. Es gehört dem Unternehmen und bietet genügend Platz für eine Werkhalle von 1200 Quadratmetern Grundfläche, die der 25 Mitarbeiter zählende Betrieb so dringend braucht.

Doch dieses Ziel scheint für Geschäftsführer Michael Wisniewski plötzlich in weite Ferne gerückt. Die Stadtverwaltung will den bereits gestellten Bauantrag womöglich ablehnen, weil das Grundstück in einem Landschaftsschutzgebiet liegt. Eine Argumentation, die Wisniewski überrascht: In einem Vorgespräch war von diesem Hindernis nicht die Rede.

Geld wurde bereits ausgegeben

Mit mehreren Vertretern des Baudezernates habe er damals seine Pläne erörtert, erinnert sich Wisniewski. Nein, dies sei kein Alleingang des damaligen Baudezernenten Kennepohl gewesen, „es haben mehrere Personen an einem Tisch gesessen“. Die Stadt habe aufgrund des Zeitdrucks im Eilverfahren ein Genehmigungsmodell entwickelt, durch das er sich bestärkt sah, den Bauantrag einzureichen. Er bestellte mehrere Maschinen, die im Mai geliefert werden sollen. Außerdem verlegte die EWR Leitungen auf dem Gelände. 150 000 Euro kosteten die Arbeiten, mehr als zehn Prozent davon zahlte Wisniewski.

Nun aber sieht er sich in vollem Lauf gebremst. Das erstaunt ihn umso mehr, als dass die Stadt unweit seines Grundstückes – ebenfalls im Landschaftsschutzgebiet – Waldfläche für eine gehobene Wohnsiedlung roden lassen will. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Wisniewski steht unter Druck. Bis Ende dieses Jahres muss er einen positiven Bescheid erhalten, ansonsten sieht er sich gezwungen, seinen Standort zu verlagern. Keine Drohung, sondern zwingende Notwendigkeit, um den Fortbestand des Betriebes zu sichern. Angebote aus Wermelskirchen, Hückeswagen und weiterer Städte liegen dem Unternehmer bereits vor.

INFO

Unter Zeitdruck

Unter Zeitdruck

Die Erweiterungspläne der Firma Bornemann sollen der Stadtverwaltung seit März 2006 bekannt sein. Das Gespräch am runden Tisch lief im Frühjahr 2007.

Die Firma braucht bis Ende 2007 einen positiven Bescheid. Im Mai 2008 soll die Produktion in der neuen Werkhalle anlaufen.

„Eine Katastrophe“, sagt die Wählergemeinschaft in Remscheid (W.i.R.), die sich des Themas angenommen hat und darüber gestern in einem Pressegespräch informierte. Sie will zum einen klarstellen, dass das jetzige Dilemma nicht dem Baudezernenten zu verdanken sei, wie es gerüchteweise heiße. Zum anderen „können wir jetzt noch etwas retten“, sagt Fraktionschef Wieland Gühne. „Der Unternehmer braucht Planungssicherheit.“ Weil das auch die CDU so sieht, wollen beide Parteien das Thema im Bauausschuss vom 9. Oktober auf die Tagesordnung setzen. Am 12. Oktober hat Wisniewski zudem einen Gesprächstermin mit Oberbürgermeisterin Beate Wilding.




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28.10.2007 | 12:31:52 Uhr
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