Lokales für: Remscheid
erstellt am:  24.10.2007
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Remscheid

Bornemann darf nicht erweitern

VON HENNING RÖSER
Geschäftsführer Michael Wisniewski. Archivfoto: Hertgen
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(RP) Schlechte Nachrichten für die Bornemann GmbH. Die Fachfirma für Gravier-, Fräs- und Erodiertechnik mit 25 Mitarbeitern, die ihren Betrieb auf eigenem Grundstück im Bereich Dicke Eiche wegen vieler Aufträge um eine Werkhalle von 1200 Quadratmetern Grundfläche erweitern möchte (die BM berichtete), erfuhr am Montag bei einem Ortstermin mit Vertretern der Bezirksregierung definitiv, dass aus diesen Plänen nichts werden wird.

Eine Genehmigung für einen Baukörper, der sowohl im Landschaftsschutzgebiet, als auch in einer im Gebietsentwicklungsplan als regionaler Grüngürtel bezeichneten Fläche liege, komme nicht in Frage, urteilten die Experten von der Aufsichtsbehörde. Der Fall sei eindeutig, da gebe es nichts zu rütteln.

Optimismus „unverständlich“

Dass die Stadt dem expansionswilligen Unternehmer zuvor viel optimistischere Aussagen gemacht und ihn sogar zum Einreichen einer Bauvoranfrage ermutigt hatte, konnten die Düsseldorfer nicht verstehen, sagte der kommissarische Baudezernent Dr. Christian Henkelmann gestern auf BM-Anfrage. Henkelmann hat die Arbeit von Helmut Kennepohl übernommen – und damit auch diesen Schlamassel. Um die vertrackte Situation zu klären, hatte Henkelmann die Experten aus Düsseldorf nach Remscheid eingeladen.

Zwar hat die Stadt der Firma nun einen Alternativ-Plan vorgeschlagen, bei dem auf einem Wirtschaftsweg ein wesentlich kleinerer Anbau entstehen könnte. Einen für heute anberaumten Gesprächstermin bei der Oberbürgermeisterin sagte der Geschäftsführer allerdings ab.

Firma könnte abwandern

Wieland Gühne von der Wählergemeinschaft geht fest davon aus, dass die Firma Remscheid den Rücken kehren wird. Mit der CDU hatte die W.i.R. das Thema in die Politik gebracht, um dem Unternehmer Planungssicherheit zu verschaffen.

Angebote aus Wermelskirchen, Hückeswagen und weiteren Städten liegen dem Unternehmer bereits vor. Er muss bald handeln, weil er neue Maschinen bestellt hat, die im Mai geliefert werden sollen.

Neben der Zukunft des Unternehmens in Remscheid ist ebenfalls offen, was mit den Versorgungs-Leitungen wird, die die Stadtwerke im Vertrauen auf eine Baugenehmigung für die neue Werkshalle bereits auf dem Gelände verlegt haben. 150 000 Euro kosteten die Arbeiten für die Leitungen – die nun wohl völlig unnütz sind.


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30.3.2008 | 14:14:19 Uhr
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